Für die drei 10. Klassen der Freien Waldorfschule Wetterau führte das diesjährige Feldmesspraktikum ins elsässische Bärenthal – und machte Mathematik plötzlich ganz praktisch erfahrbar.
Statt nur im Unterricht über Trigonometrie und Vermessung zu sprechen, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Maßband, Winkelspiegel und Lot direkt im Gelände. In klassenübergreifenden Gruppen wurden Messpunkte gesetzt, Winkel bestimmt und schließlich handgezeichnete Karten erstellt.
Doch das Praktikum war weit mehr als Mathematikunterricht unter freiem Himmel. Besonders das gemeinsame Arbeiten, Leben und Organisieren stellte die Jugendlichen vor neue Herausforderungen – und ließ sie als Gemeinschaft zusammenwachsen. Aus anfänglicher Unsicherheit entstanden neue Freundschaften, Teamgeist und gegenseitiges Vertrauen.
Die entstandenen Karten zeigen nicht nur exakte Vermessungsarbeit, sondern auch viel Kreativität und Persönlichkeit: Windrosen, kleine Zeichnungen, Erinnerungen und Insider machen jede Karte einzigartig. Für viele Schülerinnen und Schüler, die die Schule nach der 10. Klasse verlassen, wurde die Woche in Bärenthal so zu einem besonderen gemeinsamen Abschluss.
Jürgen Seibt, pädagogischer Begleiter der Feldmessfahrt
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