Uganda-Projektwoche

Begegnungen, Kreativität und gelebte Vielfalt

Wie klingt Uganda? Was bewegt Kinder dort im Alltag? Und was verbindet Schülerinnen und Schüler über Ländergrenzen hinweg?


Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Klassen 5A, 5B und 6A während ihrer Uganda-Projektwoche. Eine Woche lang wurde getanzt, gebastelt, gelacht, gefragt und gemeinsam entdeckt. Den krönenden Abschluss bildete eine gut besuchte Veranstaltung am Freitagnachmittag im großen Saal, bei der die Kinder ihre Erlebnisse und Arbeitsergebnisse präsentierten.

Das abwechslungsreiche Programm eröffnete den Schülerinnen und Schülern viele Zugänge zur Kultur und zum Alltag Ugandas. Musik, Tanz und Sport gehörten ebenso dazu wie Upcycling, nachhaltiger Konsum, fairer Handel und globale Gerechtigkeit. Auch die Themen Vielfalt, Verantwortung, Antirassismus und ein respektvolles Miteinander wurden altersgerecht aufgegriffen. Besonders lebendig wurde das Lernen durch die Begegnungen mit Referentinnen und Referenten aus Uganda. Sie ermöglichten persönliche Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten und luden die Kinder dazu ein, Fragen zu stellen, zuzuhören und sich auszutauschen. Ganz nebenbei konnten sie dabei auch ihre Englischkenntnisse in der Praxis erproben.

Aus Alt wird Neu: Kreativität mit neuen Perspektiven

Dass Nachhaltigkeit nicht nur sinnvoll, sondern auch richtig kreativ sein kann, zeigte sich im Upcycling-Workshop. Aus einer alten CD und einer leeren Chipsdose entstanden kunterbunte Stiftebehälter, die die Kinder mit farbenfrohen Stoffen aus Uganda gestalteten. Mit viel Fantasie und Freude verwandelten sie scheinbar ausgediente Materialien in ganz persönliche Schreibtischbegleiter. Dabei wurde deutlich: Oft braucht es nur eine neue Idee, um aus Altem etwas Wertvolles zu schaffen.

Auch Musik und Tanz brachten ein Stück Uganda in die Schule. Innerhalb weniger Schulstunden studierten die Kinder ugandische Lieder und Tänze ein. Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten sie diese mit sichtbarer Freude und großem Engagement. Der Funke sprang schnell auf das Publikum über und machte die Begeisterung der Kinder für ihre gemeinsame Arbeit spürbar.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Videokonferenz mit einer Schulklasse in Uganda. Neugierig stellten sich die Kinder gegenseitig Fragen: Wie sieht euer Schulalltag aus? Welche Fächer mögt ihr besonders? Was macht ihr in eurer Freizeit? Und wer sind eure Lieblingssportler? Im Gespräch zeigte sich schnell, dass die Kinder trotz der großen räumlichen Entfernung vieles miteinander teilen – von ihren Hobbys bis zu ihren Vorstellungen vom Schulalltag.

Begegnungen, die verbinden

Geleitet wurde die Projektwoche von Fenna Heyen, die sich ehrenamtlich für die Endasi Foundation engagiert und derzeit Grundschullehramt studiert. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt ihr besonders am Herzen. Auch Ivie Ojo, Wochenleiterin der Schulprojektwoche, stellte das gemeinsame Lernen und die Vielfalt in den Mittelpunkt. Den Kindern sollte deutlich werden, dass Afrika ein vielfältiger Kontinent ist, auf dem Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten leben. Zugleich bot die Projektwoche Raum, über Rassismus zu sprechen, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.

Wie viel die Kinder in dieser Woche mit Kopf, Herz und Hand erlebt und gestaltet hatten, wurde bei der Abschlussveranstaltung eindrucksvoll sichtbar. Ihre Tänze, Lieder und kreativen Arbeiten erzählten von einer Woche voller neuer Eindrücke, gemeinsamer Erfahrungen und spannender Begegnungen. Die Projektwoche hat gezeigt: Interkulturelles Lernen bedeutet weit mehr, als Wissen über ein anderes Land zu sammeln. Es bedeutet, einander zuzuhören, Gemeinsamkeiten zu entdecken und neue Perspektiven mit in den Alltag zu nehmen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die diese besondere Projektwoche ermöglicht und unterstützt haben: der Bürgerstiftung „Ein Herz für Bad Nauheim“, dem Waldorf Bau- und Förderverein Wetterau e. V. sowie den Eltern für ihre finanziellen Beiträge.

Weitere Informationen zur Arbeit der Endasi Foundation gibt es unter www.endasi-global.com

Astrid Stark, Öffentlichkeitsarbeit

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