25.04.2018

Aufführung der Circus AG am 20. April 2018

Welch ein Zirkus!

Begeisterung pur bei der Vorstellung der Circus AG der Freien Waldorfschule

Als nach zweieinhalb Stunden alle jungen Artisten und Artistinnen zusammen auf der Bühne den kaum enden wollenden Beifall der Zuschauer entgegennahmen, waren im großen Saal der Feien Waldorfschule Wetterau nur strahlende Gesichter zu sehen: zufriedene Künstler, erleichterte Trainer und begeisterte Zuschauer hatten wieder einen mitreißenden Auftritt der Circus AG miteinander erlebt, der vom Oberstufen-Orchester der Schule mit Live-Musik begleitet wurde.

Insgesamt 105 Jungs und Mädchen zeigten, wofür sie in den letzten Monaten hart trainiert hatten. Wurde vom Zirkusdirektor vor dem Einmarsch aller beteiligten Artisten um einen tosenden Applaus gebeten, um den jungen Akteuren die Nervosität zu nehmen, war während der Vorstellung keine Ermunterung an die Zuschauer mehr notwendig. Sofort bei der ersten Nummer an den Strapaten sprang der Funke über und die Zuschauer klatschten und jubelten, wenn ihnen nicht gerade vor Staunen der Mund offen stand.

Ein Programmpunkt jagte den nächsten, immer wieder unterstützten die vielen fleißigen Helfer der Crew beim schnellen Umbau, egal ob es dabei um das Ausrollen der Matten für die Bodenakrobaten oder die Anbringung der Tücher, Reifen, Trapeze und Ringe für die hoch oben in der Luft aktiven Artisten handelte.

Mit der Vielfalt des Programmes und den dargebotenen Kunststücken verzauberten die jungen Künstler das Publikum immer wieder aufs Neue, wobei der Begriff „verzaubern“ auch wörtlich zu nehmen war, als ein Zauberer mit seinen Kartentricks deutlich machte, dass man sich mit ihm lieber nicht auf eine Pokerpartie einlassen sollte.

Und immer wieder waren die Künstler für Überraschungen gut. So zeigten die Clowns, dass sie nicht nur Späße machen können, sondern auch das Laufen auf Bällen beherrschen und dabei sogar noch weitere Kunststücke mit Bändern, Reifen oder Tüchern darbieten können, egal ob dabei auf dem Ball auf dem Boden, einer Bank oder einer Rampe gelaufen wird.

Sehr sportlich zeigten sich die Parcoursläufer, die immer höhere Mattenberge übersprangen und dann auch noch zeigten, dass man(n) einen traditionellen Bowler Hut auch sehr kreativ auf den Kopf setzen kann.

Auf dem Boden blieben auch die Einrad-Fahrer, wobei sich sicher der ein oder andere Zuschauer fragt, wie es möglich ist, auf einem Rad die Balance zu halten und dabei dann auch noch Seil zu springen. Eine Nachahmung für ungeübte Zuschauer ist hier sicher nicht empfehlenswertJ.

Gleiches gilt auch für die Darbietungen der Akrobatinnen, die bewiesen, dass wagemutige Haltefiguren sehr anmutig und immer mit einem Lächeln verbunden möglich sind (wenn man immer fleißig trainiert).

Nicht vergessen darf man aber auch die vielen Luftakrobaten, die auch dieses Jahr wieder großes Staunen beim Publikum hervorriefen.

So zeigten die jungen Künstler, dass man auch zu zweit in einem Ring in der Luft mit viel Körpergefühl verbundene Kunststücke darbieten kann.

Dem wollten die Künstler an den bunten Tüchern natürlich nicht nachstehen und brachten insbesondere mit ihren Abrollern von hoch oben in Richtung Bühnenboden den ein oder anderen Zuschauer an den Rand der nervlichen Anspannung.

Und mit noch mehr Tempo rutschten dann die Artisten an der Vertikalstange von ganz oben bis gefühlte Millimeter an den Bühnenboden nach unten und dem Publikum rutschte gleichzeitig das Herz in die Hose.

Auch auf dem Trapez ging es im wahrsten Sinne des Wortes hoch her, egal ob zu zweit auf einem Trapez oder mit mehreren Künstlern an den nebeneinander hängenden Trapezen, das Publikum war begeistert von dem Balancegefühl und der Selbstverständlichkeit mit der die jungen Künstler immer wieder aufs Neue am, über oder neben dem Trapez ihre Kunststücke aufführten.

Dem Publikum wurde dann aber auch einmal die Gelegenheit zum durchschnaufen gegeben als vier Tänzerinnen mit Ihrer Vorstellung die Zuschauer in andere Sphären entführten.

Diese ruhigere Phase sollte aber nicht allzu lange anhalten, denn schon begannen die Jungs mit den Diabolos die Bühne zu rocken.

Und verblüfften die Jungs schon mit ihrer Fingerfertigkeit, wurde das Ganze von den Jongleuren mit ihren Stangen auch gleich fortgesetzt. Mit traumwandlerischer Sicherheit wurden die Stangen manövriert als wären sie Marionetten.

Wie Marionetten bewegten sich dann zum Abschluss nochmals eine Gruppe von drei Mädchen an den Strapaten womit sich der Kreis zum Beginn der Vorstellung schloss. Dass es überhaupt noch zum Auftritt dieser Gruppe kam, ist besonders bemerkenswert, da von der ursprünglichen Truppe zwei Mädchen kurzfristig ausfielen und ersetzt werden mussten, was zu einem ersten Training in neuer Besetzung am Vorabend der Vorstellung führte.

Gefühlt ging das Programm der Vorstellung wieder einmal viel zu schnell zu Ende. Umso größer aber ist die Vorfreude auf die bereits traditionellen Vorstellungen des Varieté Voilà vor den Sommerferien und die nächste Aufführung der Circus AG unter der Leitung von Sandra Morgantti, die zusammen mit dem Trainerteam dafür sorgt, dass die Darbietungen der jungen Künstler so leicht ausschauen, wenn diese mit Spaß und Freude dabei sind.

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Bodenakrobatik

Bodenakrobatik

Devilstick

Devilstick

Tuchakrobatik

Tuchakrobatik

Parcour

Parcour





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